
Lohmann oder Die Kunst, sich das Leben zu nehmen
Eine romaneske Biographie2007, 408 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-940086-01-3
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Eine große, eine schmerzhafte Vater-Sohn-Geschichte.
»Ein amüsantes Meisterwerk voll Leichtigkeit und Tiefgang, voll Selbstironie und Souveränität.« Schwäbische Zeitung
»Eine spannend-unterhaltsame, glänzend geschriebene Romanbiografie.« Stuttgarter Zeitung
»Hat er mich denn zum Dichter geschlagen?«: Eine große, eine
schmerzhafte Vater-Sohn-Geschichte. Erzählt als farbige, hochpoetische
Biographie: Wie sich einer selber »sein Leben nimmt« – und etwas wird.
Zum Inhalt:
Thomas Lohmann wächst in der süddeutschen Provinz auf. Wächst auf
im Dritten Reich, unter den nicht ungewöhnlichen väterlichen
Züchtigungen. Überhaupt will man ihn gewaltsam zum willfährigen Glied
des deutschen Volkskörpers machen. Den frühen Zwängen aber entflieht
Lohmann in den Tagtraum. Er ist sensibel, kränklich, anfällig, weiß
nicht, was aus ihm werden soll. Man sagt, er sei ein Taugenichts. Ihm
ist der Krieg willkommen, weil er den Vater an die Front ruft. Lohmann
findet zur Musik, weil ihm der Großvater, einen »Goschenhobel« schenkt.
Und viel, viel später, studierter Musiker schon, wird Lohmann
Weltmeister auf der Mundhamonika. Spielt in Amerika gar dem Präsidenten
vor. Und in Südafrika im Zoo, weil’s der Direktor so will, auch den
wilden Tieren. Aber die Musik allein genügt Lohmann nicht lange. Es
zieht ihn zum Klang der Wörter, zur Poesie, und er trifft Hermann
Hesse, den er für sich Sinclair nennt, der ihn zum Dichten, zum
Schreiben ermuntert, der ihn fördert, ihm Freund wird. Lohmann also
nimmt sich Stück für Stück sein Leben – und nimmt sich auch die Liebe.
Vor allem aber will Lohmann Künstler und Dichter werden, will sich
selbst und seinem Vater beweisen und zeigen, wer er sei: kein
Nichtsnutz, kein Träumer. Mehr als nur einmal steht Lohmann am Abgrund.
Immer wieder aber reißt ihn das Leben zurück. Lohmann überlebt, weil er
festen Boden, weil er die Sprache hat. Weil er der Poesie vertraut.
Weil er Dichter ist.
Das Buch in der Kritik:
»Wir brauchen Dürrsons Sprachwitz, seine Radikalität, seine Überlebensmittel: die Sprache und die Poesie.« Oswald Burger / Literaturblatt
»Hoch musikalisch ist Dürrsons Sprache. Mal erzählt er in knappem
Stakkato, mal in großen Bögen, gegen Ende synkopisch verkürzt, fast
aphoristisch. ›Lohmann oder Die Kunst, sich das Leben zu nehmen‹ ist
einer der ganz großen Vater-Sohn-Romane.«
Matthias Kehle / carpe librum
»Werner Dürrsons Lohmann-Biografie ist eine meisterliche Autobiografie, sprachlich so poetisch wie virtuos.« Heilbronner Stimme
»Wie Werner Dürrson einer ist, der die Welt so liebend wie
kritisch durchdenkende Schriftsteller: ein homme de lettres engangé,
durch Gewalt sensibilisiert für die Gerechtigkeit.« Die Neckarquelle